LEVAPOR - Biologische Verfahren

  • Biologische Verfahren mit suspendierten und/oder immobilisierten Spezialorganismen
  • anaerobe Vor-/ Teilbehandlung von Abwässern mit minimiertem Schlammanfall. - Hochleistungs Nitrifikation und Denitrifikation - mit suspendierten und robusten trägergebundenen Organismen, - für den Hauptstrom oder für Teilströme. -
  • Biofiltration des Abwassers als Nachbehandlung, über adsorbierende, poröse Trägernflächen zur stabileren Nitrifikation, Entfernung von Rest-CSB, gefährlichen und von suspendierten Stoffen.
  • Biologische Abluftbehandlung- zur Sekunden schnellen Reinigung von belasteter Abluft aus Kläranlagen, Kompostieranlagen und Lagerhallen für Müll in kompakten Rieselbettreaktoren mit LEVAPOR- Trägern, zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und Anlieger.

Zu unseren erfolgreichen, praxisbewährten „Spezialwerkzeugen gehören

  • hochaktive Spezialorganismen (Biokatalysatoren - patentiert), angepasst dem jeweiligen Problem, die weit effektiver und schneller arbeiten als herkömmliche Bioschlämme.
  • poröse, adsorbierende LEVAPOR- Träger, für die IMMOBILISIERUNG der Spezialorganismen.
  • Langjährige Erfahrungen in Entwicklung und Optimierung von Bioverfahren

Unsere innovativen, kompakten und preiswerten Lösungen können als

  • Ertüchtigung und Erweiterung von bestehenden Anlagen und
  • komplette Neuanlagen ausgeführt werden.

Levapor - Carriers

LEVAPOR: adsorbierende, poröse Träger für die Immobilisierung von Biomasse

 

Die biologische Behandlung von einigen Abwässern, besonders aus der Industrie, verläuft oft problematisch, weil

  • der Bioabbau von Laststoffen das Ergebnis einer "mikrobiellen Teamarbeit" von Spezialorganismen ist, wobei
  • solche "Specialisten" meistens nicht zur Bildung von gut absetzbaren Flocken tendieren, was
  • oft zu ihren Ausspülen aus dem Reaktor führt, wodurch sich
  • Abbauleistung und Stabilität des Bioprozesses deutlich abschwächen.

Eine wirksame Rückhaltung der Organismen im Bioreaktor vermeidet solche unerwünschten Effekte.

Zu den wirksamsten Methoden zur Erhaltung und Steigerung der Reaktorleistung gehört z.B. die IMMOBILISIERUNG der BIOMASSE.

Sie bedeutet das „Festhalten" von mikrobiellen Zellen an festen Oberflächen unter Bildung von Biofilmen.

Sie führt zur Erhöhung

  • der Abbauleistungen und der Prozeßstabilität , durch
  • erhöhte Stabilität der Organismen gegen Einflüsse von schwankenden Temperaturen, pH-Werten und Hemmstoffen sowie
  • zur geringeren Schlammproduktion.

Der Erfolg der IMMOBILISIERUNG von Mikroorganismen hängt wesentlich auch von den Eigenschaften des sogenannten Trägermaterials ab:

 

„ideale" Trägereigenschaften" maßgebend für
1. schnelle Benetzbarkeit homogenes Medium
2. Wasserbindungsvermögen Sicherung der Bioaktivität
3. schneller Bewuchs schnelle Anwendbarkeit
4. Bindung von Hemmstoffen Vermeidung von Abbauhemmung
5. innere Porosität erhöhter Schutz des Biofilms
6. guter Stofftransport höhere Abbaugeschwindigkeiten
7. gute Fluidisierbarkeit niedrigerer Energieverbrauch,

erhöhter Stofftransport

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle diese Anforderungen erfüllt LEVAPOR,

  • ein adsorbierendes (enthält bis zu 50 Gew.% Aktivkohle) und
  • poröses Trägermaterial, ein mit A-Kohle beschichteter synthetischer Schaumstoff
Wirkstoff_Levapor_Bild_1.jpg
Bild 1. LEVAPOR, poröses, adsorbierendes Trägermaterial (REM-Photo)

Der Vorteil der Anwendung von LEVAPOR liegt in seinen idealen Eigenschaften, die bewirken, dass

  • die Oberflächen des Trägermaterials durch die wichtigen Mikroorganismen innerhalb 1 bis 2 Stunden besiedelt werden,
  • wodurch sie gegenüber störenden äußeren Einflüssen leichter Widerstand leisten können,
  • den Abbau hemmende() Stoffe gebunden und ungefährlich gemacht werden,
  • Bioprozesse schneller ihr Maximum erreichen und stabil bleiben können.

Anwendungsbereiche

Die biologische Behandlung von

  • kommunalen Abwässern,
  • Industrieabwässern und
  • kontaminiertem Grundwasser (in Wirbelbettreaktoren, Bild 2.), sowie
  • kontaminierten Böden und
  • Abluft

mit trägergebundenden Mikroorganismen.

 

Der Träger wird u.a. bei folgenden biologischen Abbauprozessen eingesetzt: wie z.B. bei:

  • Nitrifikation
  • langsam abbaubaren Inhaltsstoffen
  • abbauhemmenden Inhaltsstoffen
  • ungünstigen Schlammeigenschaften

LEVAPOR kann eingesetzt werden in

  • Wirbelbettreaktoren , mit 10 bis 15 vol.% Füllgrad und - Festbett- , sowie „expanded bed"
  • Reaktoren mit 20 bis 70 vol.% Füllgrad

Technische Daten von Levapor

 

Form: Quader Würfel
Übliche Dimensionen (mm): 14x14x7 bis
20x22x8
14 x 14 x 14
Raumgewicht (kg/m³): ca.50 75 - 100
Schüttgewicht (kg/m³): ca. 20 40 - 50
Dichte (g/cm³): 1,04-1,1 -
Einsatzmenge: 10-15 vol. % > 50 %
Optimaler Reaktortyp: Wirbelbettreaktor Festbettreaktor
Überschussschlamm- entfernung: Belüftung reicht aus Belüftung
     
Sinkgeschwindigkeit:   -
a) ohne Biomassenbewuchs,
W50 (m/h)
ca. 50 -
b) mit Biomassenbewuchs,
W50 (m/h)
ca. 70 -
     
spezialkulturen.jpg

Gezüchtete Spezialkulturen für den Bioabbau

 

Der Bioabbau von Laststoffen, die unter anderem auch substituierte organische Verbindungen enthalten, erfolgt deren chemischen Synthese ähnlich, in mehreren Schritten unter, "Mitarbeit" von mehreren, verschiedenen Mikroorganismen (Mischkultur). Dabei ist jeder Stamm für die Umwandlung bestimmter Moleküle und Substituenten verantwortlich. Das Fehlen wichtiger Stämme kann nur bis zum Teilabbau und sogar zur Unterbrechung des Abbauprozesses führen, besonders wenn bei einer solchen mehrstufigen Reaktion Abbauprodukte entstehen, die auf die anderen Stämme hemmend wirken. Sind die Stämme, die für die einzelnen Abbauschritte verantwortlich sind, einschließlich ihrer Eigenschaften bekannt, so ist es möglich, für den Bioabbau einer bestimmten Verbindung und deren Abkömmlinge eine definierte Mischkultur gezielt zu kreieren , zu züchten und kontinuierlich oder schubweise in den Bioreaktor zu dosieren.

 

Diese Methode basiert auf der

  • Anzucht und ständigen Verfügbarkeit von
  • Mischkulturen beinhaltend wichtige,
  • auf die Laststoffe spezialisierte, bekannte Organismen in der mikrobiellen Schlammflocke, bzw. im Bioreaktor.

Nach diesem Verfahren konnten in verschiedenen, von uns konzipierten technischen und Pilot-Anlagen „problematische" Chemikalien und Produkte abgebaut werden.

klaeranlage.jpg
Bild 4: Kläranlage mit Anzucht und Zudosierung von Mikroorganismen